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Die Verschlüsselung von Daten bei der Übertragung ist heute eine gesetzliche Vorschrift und ein Standard der guten Sicherheitspraxis. Das Problem ist, dass herkömmliche Ansätze zur Netzwerkverschlüsselung – basierend auf VPNs und IPSec – in der Regel tiefgreifende Eingriffe in die bestehende Netzwerkinfrastruktur, eine komplexe Konfiguration und oft kostspielige Hardware-Upgrades erfordern. Certes Networks löst dieses Problem mit seiner CryptoFlow-Technologie.

Wichtigste Schlussfolgerungen

  • CryptoFlow ist eine Layer-4-Verschlüsselungstechnologie, die unabhängig von der Netzwerktopologie funktioniert
  • Keine Umgestaltung der Infrastruktur erforderlich – arbeitet als Overlay auf dem bestehenden Netzwerk
  • Die Verschlüsselung ist für Anwendungen und Benutzer transparent
  • Die kryptografischen Schlüssel werden zentral von einem dedizierten Richtlinienserver verwaltet
  • Die Lösung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, einschließlich FIPS 140-2 und NATO-Anforderungen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Problem der Netzwerkverschlüsselung in Unternehmensumgebungen
  2. Was ist CryptoFlow und wie unterscheidet es sich von einem VPN?
  3. Technische Architektur – Layer 4-Verschlüsselung
  4. Zentrale Schlüssel- und Richtlinienverwaltung
  5. Implementierung ohne Neugestaltung der Infrastruktur
  6. Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Zertifizierung
  7. Anwendungen in verschiedenen Sektoren
  8. FAQ
  9. Zusammenfassung

Das Problem der Netzwerkverschlüsselung in Unternehmensumgebungen

Unternehmen, die Weitverkehrsnetze (WANs), Verbindungen zwischen Rechenzentren oder Verbindungen zu Zweigstellen verwalten, stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Wie lässt sich der Netzwerkverkehr verschlüsseln, ohne den Betrieb lahmzulegen? Herkömmliche IPSec-basierte VPN-Lösungen erfordern eine Konfiguration auf jedem Netzwerkgerät, sind oft nicht auf die Anforderungen großer Umgebungen skalierbar und schaffen komplexe Abhängigkeiten in der Netzwerktopologie.

Ein zusätzliches Problem ist die Verwaltung der kryptografischen Schlüssel – in großen Organisationen werden die Anzahl der Schlüssel, ihre Rotation und Verteilung zu einem eigenständigen operativen Projekt. Ohne eine gute Schlüsselverwaltung verliert die Verschlüsselung ihre Wirksamkeit und wird zu einem bloßen Anschein von Sicherheit.

Was ist CryptoFlow und wie unterscheidet es sich von einem VPN?

CryptoFlow ist ein von Certes Networks entwickelter Ansatz für die Netzwerkverschlüsselung, der anstelle von dedizierten VPN-Tunneln zwischen Netzwerkpunkten die Verschlüsselung auf der Ebene Layer 4 des OSI-Modells – der Transportschicht – implementiert.

Der entscheidende Unterschied ist, dass CryptoFlow die Netzwerktopologie oder das Routing nicht verändert. Der Netzwerkverkehr folgt denselben Pfaden wie zuvor, er wird lediglich von den in der Infrastruktur platzierten Certes-Geräten verschlüsselt. Für Router, Switches und Anwendungen ist dies völlig transparent – sie bemerken keine Veränderung.

Technische Architektur – Layer 4-Verschlüsselung

Layer 4-Verschlüsselung (Transport Layer Encryption) bedeutet, dass die Daten auf der Ebene der TCP/UDP-Segmente verschlüsselt werden, nachdem die Netzwerkverbindung hergestellt wurde, aber bevor sie die Anwendung erreichen. Dieser Ansatz hat mehrere wichtige Vorteile. Erstens bleibt die Sichtbarkeit der Layer-2- und Layer-3-Netzwerk-Header erhalten – das Netzwerk kann Pakete normal weiterleiten und QoS-Richtlinien anwenden. Zweitens ist die Verschlüsselung unabhängig von Anwendungsprotokollen – sie funktioniert für jeden Datenverkehr, egal ob es sich um HTTP, Datenbanken oder OT-Protokolle handelt.

Certes-Geräte verschlüsseln mit AES-256-GCM-Algorithmen und erfüllen damit die höchsten kryptographischen Standards, einschließlich FIPS 140-2.

Zentrale Schlüssel- und Richtlinienverwaltung

Die Grundlage der CryptoFlow-Architektur ist der Certes Policy Server (CPS), ein zentraler Server, der Verschlüsselungsrichtlinien und kryptografische Schlüssel verwaltet. Der Administrator legt fest, welche Datenströme verschlüsselt werden sollen, zwischen welchen Punkten und mit welchen Parametern – ohne jedes Gerät einzeln konfigurieren zu müssen.

Die kryptografischen Schlüssel werden zentral generiert, sicher an die Geräte verteilt und gemäß einer festgelegten Richtlinie automatisch rotiert. Diese Automatisierung beseitigt eines der größten betrieblichen Probleme herkömmlicher VPN-Lösungen – die manuelle Schlüsselverwaltung.

Implementierung ohne Neugestaltung der Infrastruktur

Die Implementierung von CryptoFlow läuft darauf hinaus, Certes-Geräte in der Netzwerkinfrastruktur zu platzieren – physisch oder virtuell – Inline oder Tap. Es ist keine Neukonfiguration der vorhandenen Router, Switches oder IP-Adressierung erforderlich.

Certes Appliances können schrittweise eingesetzt werden, wobei zunächst die kritischsten Verbindungen geschützt und die Reichweite der Verschlüsselung nach Bedarf erweitert wird. Dieser Ansatz minimiert das operative Risiko der Bereitstellung und ermöglicht eine schrittweise Migration zu einer verschlüsselten Infrastruktur.

Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Zertifizierung

Certes Networks verfügt über die Zertifizierungen und zugelassenen Algorithmen, die von Regulierungsbehörden in Sektoren mit strengen Sicherheitsanforderungen gefordert werden. Die Lösung erfüllt die Anforderungen von FIPS 140-2, eine Voraussetzung für Regierungs- und Militärverträge in den USA und vielen NATO-Ländern. Sie unterstützt auch die Anforderungen der NIS2-Richtlinie für die Verschlüsselung von Daten während der Übertragung.

Anwendungen in verschiedenen Sektoren

Im Finanzsektor schützt Certes Transaktionsdaten, die zwischen Bankfilialen und dem Rechenzentrum übertragen werden, und erfüllt damit die PCI DSS-Anforderungen für die Verschlüsselung von Zahlungskartendaten. Im Regierungs- und Verteidigungssektor bietet es Verschlüsselung für Verbindungen zwischen Einrichtungen unterschiedlicher Klassifizierungsstufen. In der Industrie schützt es OT- und ICS-Netzwerke vor dem Abfangen von Daten durch Netzwerkangriffsvektoren.

FAQ

Funktioniert CryptoFlow mit allen Arten von Netzwerken? Ja – CryptoFlow funktioniert mit Ethernet, MPLS, SD-WAN und Verbindungen über das Internet. Es ist unabhängig von der Transportschicht des Netzwerks.

Beeinträchtigt die Layer 4-Verschlüsselung die Netzwerkleistung? Die Auswirkungen sind minimal – Certes-Geräte sind für Verschlüsselung mit niedriger Latenz optimiert. Für die meisten Hochleistungsanwendungen ist der Unterschied nicht spürbar.

Wie lässt sich CryptoFlow in bestehende Netzwerkmanagementsysteme integrieren? Certes Policy Server lässt sich über APIs und Standardprotokolle mit SIEM, SNMP und anderen Verwaltungstools integrieren.

Unterstützt Certes die kryptografische Segmentierung? Ja – es ist möglich, isolierte Krypto-Zonen einzurichten, in denen der Datenverkehr zwischen den Zonen verschlüsselt ist und der Datenverkehr innerhalb der Zone unverschlüsselt sein kann, wodurch das Prinzip der geringsten Privilegien auf Netzwerkebene umgesetzt wird.

Zusammenfassung

CryptoFlow von Certes Networks ist eine elegante Lösung für ein schwieriges Problem: Wie kann man den Netzwerkverkehr in einem großen Unternehmen verschlüsseln, ohne die Infrastruktur kostspielig umzugestalten? Layer-4-Verschlüsselung, zentrale Schlüsselverwaltung und Transparenz gegenüber dem bestehenden Netzwerk machen eine sichere Verschlüsselung selbst in den komplexesten Unternehmensumgebungen möglich.

CryptoFlow von Certes Networks - Verschlüsselung ohne Netzwerkumbau

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